Unser Entwurf entwickelt zwischen Schulcampus und neuem S-Bahnhof eine neue Mitte für Stahnsdorf. Ausgangspunkt ist dabei nicht ein abstraktes Stadtmodell, sondern die räumliche und landschaftliche Identität des Ortes selbst.

Prägende Elemente wie der historische Dorfanger, die offenen Landschaftsräume der Upstallwiesen, der lineare Grünraum des Upstallgrabens, typische Gehölzgruppen und Wäldchen sowie die traditionelle Hofstruktur des Vierseithofs bilden die konzeptionelle Grundlage des Entwurfs.

Der historische Anger ist bis heute das räumliche und soziale Zentrum des Ortes. Dieses Prinzip wird aufgenommen und in zeitgemäßer Form weiterentwickelt: Zwischen Schulcampus und S-Bahn entsteht ein neuer zentraler Anger, der zwei Plätze miteinander verbindet und zum Angerband sowie zum identitätsstiftenden Mittelpunkt des Quartiers wird. Auch die traditionelle Baustruktur des Vierseithofs wird neu interpretiert. Geschützte Hofstrukturen bilden das Grundprinzip der Nachbarschaften und schaffen gemeinschaftliche Freiräume mit klaren Raumkanten und hoher Aufenthaltsqualität.

Die Weite der Upstallwiesen wird als klimaaktive Landschaftsstruktur in das Freiraumsystem übertragen. Der Upstallgraben dient als Vorbild für ein durchgängiges Regenwassersystem, das Wasser sichtbar führt und als identitätsstiftendes Element integriert. So entsteht kein isoliertes Neubaugebiet, sondern eine konsequente Weiterentwicklung ortstypischer Strukturen.

Das übergeordnete Prinzip lautet: Dezentrale Zentralität im grünen Gerüst.

Wettbewerbsinfos

auslober: gemeinde stahnsdorf
wettbewerbsart: offener städtebaulicher und freiraumplanerischer wettbewerb

ähnliche Wettbewerbe