Wettbewerb Erweiterung Phoenix-Gymnasium in Dortmund-Hörde

2. preis

Lageplan Wettbewerb Phoenix-Gymnasium Dortmund
Lageplan Wettbewerb Phoenix-Gymnasium Dortmund

Die Freianlagen des Erweiterungsbaus greifen die Formensprache des kürzlich neugestalteten Schulhofs des Phoenix-Gymnasiums auf und entwickeln diese weiter. Charakteristisch sind polygonale, weich abgerundete Flächen, die ein zusammenhängendes und identitätsstiftendes Gesamtbild zwischen Bestand und Neubau erzeugen. Die klare, zeitgemäße Gestaltung stärkt die räumliche Zusammengehörigkeit des Schulcampus und schafft differenzierte Aufenthaltsbereiche mit hoher Aufenthaltsqualität.

Die Erschließung des Neubaus erfolgt selbstverständlich und barrierefrei über die angrenzenden Bushaltestellen sowie über die bestehenden Freianlagen. Zwischen Neubau und Sporthalle bleibt entsprechend der brandschutztechnischen Anforderungen ein freizuhaltender Abstand von 5 m bestehen. Die Fläche wird als befestigter Bewegungsraum genutzt und gewährleistet eine robuste und funktionale Verbindung innerhalb des Schulcampus.

Die erforderlichen acht Stellplätze einschließlich eines barrierefreien Stellplatzes sowie eines Ladeplatzes werden im südlichen Bereich des Grundstücks angeordnet. Die technische Infrastruktur ermöglicht eine zukünftige Erweiterung weiterer Ladepunkte. Gegenüber dem öffentlichen Straßenraum und der angrenzenden Bushaltestelle werden die Stellplätze durch eine Heckenpflanzung eingegrünt.

Vor dem Neubau werden befestigte Aufenthalts- und Bewegungsflächen durch großzügige Pflanzinseln mit umlaufenden Sitzbänken gegliedert. Eine Insel am Haupteingang formuliert eine adressbildende Eingangssituation und schafft einen grünen Auftakt des Neubaus. Eine weitere Pflanzfläche entlang der Sporthalle integriert Schulgärten, die eine ergänzende pädagogische Nutzung ermöglichen und den Freiraum um einen gemeinschaftlichen Baustein erweitern.

Die Dachterrasse im dritten Obergeschoss ergänzt das Freiraumangebot um einen geschützten Aufenthaltsbereich. Pflanzbeete mit kleineren Gehölzen strukturieren die Terrasse und berücksichtigen zugleich die begrenzten Aufbauhöhen. Umlaufende Sitzbänke entlang der Pflanzflächen schaffen informelle Aufenthaltsmöglichkeiten. Ergänzend entstehen frei möblierte Aufenthaltsbereiche mit Sonnenschirmen und Picknicktischen. Die vorgesehene Pergola unterstützt zusätzlich die Aufenthaltsqualität der Terrasse.

Auf den Dachflächen sind extensive Dachbegrünungen sowie Photovoltaikanlagen vorgesehen. Zusammen mit den Gehölzpflanzungen leisten diese einen Beitrag zur Verbesserung des Mikroklimas, zur Regenwasserrückhaltung sowie zur klimatischen Aufwertung des Schulstandorts. Die Freianlagen sind insgesamt auf eine wirtschaftliche Unterhaltung ausgelegt. Robuste Belagsmaterialien sowie reduzierte, standortgerechte Pflanzungen gewährleisten einen geringen Pflegeaufwand und eine langfristig hohe Nutzungsqualität im Schulalltag.

Wettbewerbsinfos

auslober: stadt dortmund
wettbewerbsart: nichtoffener, einstufiger realisierungswettbewerb gem. rpw 2013
planungspartner: caspar., köln

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