revitalisierung HAMBuRGER ALLEE 1 | FRANKFURT
1. preis
Die „Grünen Skulpturen“ bilden die zentralen Elemente des Entwurfs und prägen als vertikale Vegetationskörper die räumliche Identität des Freiraums. Die freistehenden, ringförmig aufgebauten Stahlstrukturen werden als dreidimensionale Pflanzkörper ausgebildet, die Konstruktion und Vegetation zu einer untrennbaren Einheit verbinden.
Die einzelnen Ebenen sind als integrierte Pflanztröge konzipiert und stellen das notwendige Substratvolumen für eine nachhaltige Begrünung bereit. Von diesen horizontalen Vegetationsebenen aus entwickeln sich die Pflanzen entlang der filigranen Rankstruktur und verbinden die einzelnen Ringe zu einem zusammenhängenden, räumlich wirksamen Grünvolumen.
Die Bepflanzung folgt einem klar gegliederten, vertikalen Prinzip. Im oberen Bereich entstehen leichte, blütenbetonte Pflanzbilder aus zarten Kletterpflanzen wie Clematis und einer feinblühenden Ramblerrose. Diese bilden eine luftige, durchlässige Vegetationsschicht und definieren den oberen Abschluss der Skulpturen.
In den mittleren Ebenen verdichtet sich die Vegetation. Großblättrige Arten wie die Pfeifenwinde sowie Geißblatt entwickeln hier eine schattenspendende, raumbildende Hülle. Sie prägen den Innenraum und erzeugen eine gefilterte Lichtstimmung.
Die unteren Ebenen werden durch robuste, starkwüchsige Kletterpflanzen wie Wilder Wein und Hopfen bestimmt. Diese Arten sorgen für eine dichte, widerstandsfähige Basis und gewährleisten eine schnelle Begrünung der unteren Strukturzonen.
Ergänzend werden die Kanten der Pflanztröge durch überhängende Stauden wie Storchschnabel, Katzenminze und Buschklee weich überformt. Sie erzeugen fließende Übergänge und verleihen den Skulpturen eine kaskadenartige, lebendige Erscheinung.
Die Auswahl der Pflanzen in den Loggien orientiert sich an der jeweiligen Fassadenausrichtung, sodass sowohl sonnige als auch schattige Bereiche standortgerecht und dauerhaft begrünt werden.
Auf dem Technikgeschoss wird die Einhausung durch eine erdgebundene Fassadenbegrünung integriert. Die Vegetation bindet die technischen Aufbauten in das Gesamtbild ein und trägt zur Verbesserung des Mikroklimas sowie zur gestalterischen Aufwertung bei.
Wettbewerbsinfos
auslober: deka immobilien investment gmbh
wettbewerbsart: Realisierungswettbewerb
planungspartner: hammerschmidt architects gmbh, frankfurt