Stadt für alle!

Unser städtebaulicher Entwurf für die neue Wohnbebauung an der Jägerstraße / Festenbergstraße im Stadtteil Eller hat seinen Ausgangspunkt in einer genauen Analyse der Charakteristika des Stadtteils und den Wünschen der Bürger. Dabei haben sich folgende Themen als wegweisend herausgestellt:

„eller weiterstricken“
Die Morphologie des Stadtteils Eller ist von einer straßenbegleitenden Bebauung bestimmt. Unser Entwurf nimmt diese Typologie auf und passt sich im Maßstab und Körnung an die bestehende Blockrandbebauung an. Im Bürger-Workshop gewünscht waren klar definierte Straßenräume, aus denen heraus der Zugang zu den Wohnungen erfolgt. Das schafft Leben und damit einhergehend mehr Sicherheit im Straßenraum. Inspiriert von den Ergebnisses des Bürgerdialogs, übernehmen wir bei unserem Entwurf das vertraute und erprobte Schnittprofil von vier Geschossen plus Satteldach und extrudieren es entlang der Kanten des Grundstücks zu einer Blockrandstruktur.

„eller weiterdenken“
Unser Entwurf führt Eller als ein wohlbekanntes Stück Stadt und Heimat fort. Das Grundstück für die neue Wohnbebauung befindet sich an der Grenze zwischen kompakter Stadt und offener Siedlungsstruktur. Mit unserem Entwurf möchten wir eine klare Position beziehen, die Urbanität und Vielfalt fördert. Wir entwickeln den Standort deshalb als einen Teil der kompakten Stadt und damit nicht als eine Siedlung. Das Projekt soll ein Stück ”STADT FÜR ALLE!” werden. Die verschiedenen Wohnungsbausegmente sammeln wir dabei unter einem Dach: private, preisgedämpfte und öffentlich geförderte Wohnungen sind in unserem Baukörper gemeinsam integriert. Das Projekt erreicht dabei eine Dichte, die es ermöglicht, bezahlbaren Wohnraum zu bauen.

„welcome to my backyard“
Die Verknüpfung des Gebietes mit dem umliegenden Stadtraum ist ein weiterer wichtiger Punkt aus dem Bürgerdialog. Während sich die bestehende Blockrandbebauung in Eller weitgehend an dem klassischen Model von öffentlicher Außenseite und privatem Hof orientiert, wurde von der Bürgerschaft der Wunsch geäußert, den Hof zu öffnen. Wir haben dem entsprechend den Hof mit zwei Wegeverbindungen geöffnet. Von Norden nach Süden gibt es einen Weg, der den neuen Stadtplatz mit dem bestehenden Baumbestand im Norden über den Hof mit den Besucherparkplätzen, dem Kiss-and-Ride Bereich des Kindergartens sowie weiter südlich mit der U-Bahn Station verbindet. Des Weiteren gibt es einen Ost-West Weg, der die Festenbergstraße über dem Hof mit dem Kindergarten und dem “Shared Space” Areal im Westen des Planungsgebietes verbindet.

Wettbewerbsinfos

AUSLOBER: WohnRaumGesellschaft Düsseldorf Eller mbH
ART DES WETTBEWERBS: Machbarkeitsstudie
PLANUNGSPARTNER: RKW Architekten Düsseldorf & Urban-Agency Kopenhagen
VISUALISIERUNGEN: RKW Architekten Düsseldorf & Urban-Agency Kopenhagen

Jahr: 2018

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