Spielschlange und Fußgängerzone | Velbert/D
Profil für eine Stadt
Kinder- und familienfreundliche Innenstadt – unter diesem Leitbild verfolgte die Stadt Velbert die Aufwertung ihres Zentrums. Daher haben wir die Fußgängerzone in der Friedrichstraße, angelegt in den 1970er Jahren, zu einer Allee mit einladenden Verweilzonen umgestaltet.
Über Bepflanzungen aus Hainbuchen, umgeben von Staudenbeeten, sowie der
Pflasterung aus grauem, geschliffenem Betonpflaster haben wir der Straße ein
einheitliches, schlichtes und elegantes Erscheinungsbild gegeben. Dieses beruht auf einer klaren Raumbildung: in der Mitte die Fahrbahn, links und rechts eine Baum- und Beetreihe, außen die Gehwege. Die Bereiche sind durch Formatänderungen im Pflaster und offene Rinnen gegliedert. Auf einer Seite verläuft ein durchgehendes Band von Mastleuchten.
Zentrales Element unserer Neugestaltung ist die Spielschlange. Ein ca. 95 Meter langes und 80 Zentimeter dickes, vielfarbiges Edelstahlrohr schlängelt sich durch und über blaues Pflaster und spannt sich in zehn unterschiedlichen Bögen bis zum Mosaikbrunnen auf dem Friedrich-Karrenberg-Platz. Hier verbindet sich die Schlange mit einer Wasserspielanlage. ‚Bunti‘ (der Name entstammt einem Schüler-Wettbewerb) bietet zahlreiche Möglichkeiten zum Klettern und Toben. Unter und neben den Schlangenbögen kann man sitzen, reden und entspannen.
Die Spielschlange ist ein von uns ernst gemeinter, spielerisch ausgeführter Ansatz, den öffentlichen Raum zu be- und erleben. Eine Idee, die funktioniert: So ist ‚Bunti‘ mittlerweile zum Leitmotiv für das Stadtmarketing geworden.
Auszeichnung: Deutscher Spielraum-Preis 2002
projektdaten
AUFTRAGGEBER: Stadt Velbert
PLANUNGSZEIT: 1994 – 2001
BAUZEIT: bis 2002
BEARBEITUNGSFLÄCHE: 20.000 m²
GESAMTKOSTEN: 2.6 Mio EUR
KOSTEN SPIELSCHLANGE: 153.400 EUR
UNSERE LEISTUNGEN: Objektplanung; Bauleitung