Kö Tower 106 | Düsseldorf / D
neue akzente
Mit der Neubebauung des Areals KÖ 106 entsteht eine nachhaltige Architektur, die insbesondere die bestehenden Defizite im öffentlichen Raum beseitigt und durch Dach- und Fassadenbegrünungen neue Akzente auf der südlichen Königsallee setzen wird.
Sämtliche Begrünungsmaßnahmen zeichnen sich insbesondere hinsichtlich ihrer Klimaresilienz, ihrer großen Standortamplitude und vielfältigen Biodiversität aus. Um zukünftige Starkregenereignisse zu bewältigen und das Prinzip der „Schwammstadt“ umzusetzen, erhalten alle Dachflächen Festkörperdrainagen, um das anfallende Regenwasser zu speichern und zu nutzen.
öffentlicher raum
Durch den deutlichen Rücksprung des Erdgeschosses, dem Entfall und der Umgestaltung der Parkplätze sowie dem Erhalt der bestehenden Platanenreihe entsteht ein neuer öffentlicher Platz.
Die Umgestaltung des privaten und öffentlichen Raumes folgt der Oberflächengestaltung der Königsallee. Dabei werden alle Bestandsbäume erhalten. Die gesamte neue Platzfläche erfolgt mit dem Möbilierungstandard des Kö-Bogens, kombiniert mit Herschenberger Granit.
Vor dem Supermarkt wird ein großzügiges Angebot an Stellplätzen für Fahrräder und Lastenfahrräder geschaffen. In Anlehnung an die Gestaltung Kö-Bogen wird eine entsprechende Beleuchtung erstellt.
dachgarten 4. obergeschoss
Eine großzügige Dachgartenlandschaft aus Terrassen entsteht durch den Rücksprung der nächsten Geschosse. Entlang der Brüstung sind große Pflanzkübel mit Substrathöhen von 50 und 80 cm vorgesehen. Großsträucher wie Feuerahorn, Felsenbirne und Apfeldorn sowie eine abwechslungsreiche Unterpflanzung mit verschiedenen Stauden, Kletter- und Hängepflanzen wie Blütensalbei, Brandkraut und Montbretien schaffen ein ganzjährig attraktives und abwechslungsreiches Grün.
dachgarten 6. obergeschoss
Unterstützend bildet im 6. Obergeschoss die leicht intensive Dachbegrünung den grünen Schwerpunkt des KÖ 106. Dabei wird zugunsten einer noch größeren Artenvielfalt eine Bodenmodellierung zwischen 30 cm und 70 cm vorgesehen. Dadurch können nicht nur Stauden und Gräser mit unterschiedlichen Feuchtigkeitsansprüchen, sondern auch Sträucher wie Hecht- und Hundsrosen und Frühlingstamariske gepflanzt werden.
Die Dachlandschaft wird durch eine intensive Begrünung in verschiedenen Höhen ausgebildet. Auf den bis zu 70 cm hohen Anhügelungen können Kleinsträucher verpflanzt werden. Die Stauden-Gräser-Mischung ist pflegeleicht und feuchteverträglich.
Die leicht intensive Dachbegrünung ermöglicht den Einsatz einer Photovoltaik-Anlage und bildet dennoch eine vielseitige Begrünung aus, welche mit Schatten und Sonneneinstrahlung verträglich ist.
dachgarten hochhaus
Auf dem Hochhaus wird im letzten Geschoss eine große Dachterrasse mit intensiver Begrünung analog zum Dachgarten in der 4. Etage vorgesehen.
fassadenbegrünung
Ziel ist es, eine vielschichtige Fassadenbegrünung zu entwickeln, die aufgrund ihres Artenreichtums ganzjährig attraktiv ist, je nach Fassadenseite die unterschiedlichen Lichtansprüche berücksichtigt und für die heimische Fauna Nahrungsangebote schafft und zugleich zum Refugium wird. Dabei werden auch hier nicht nur unterschiedliche Kletterpflanzen, sondern auch Hängesträucher gepflanzt. Für die Kübelbepflanzung der begrünten Nordfassade sind standortgerechte Pflanzungen gewählt, die trotz hoher Verschattung ranken und wachsen.
projektdaten
AUFTRAGGEBER: Kö Tower 106 CW GmbH & Co.KG c/o Catella Project Management, düsseldorf
ARCHITEKT: RKW Architektur +, düsseldorf
PLANUNGSZEIT: 2021 – 2023
BEARBEITUNGSFLÄCHE: 5.700 qm
UNSERE LEISTUNGEN: LPh 1 – 8