Der Freiraum des Luisenblocks Ost II entwickelt sich aus dem Spreeufer als prägendem Rückgrat und einer Abfolge klar gefasster Plätze. Ufer und Stadträume strukturieren den öffentlichen Raum und verbinden die
unterschiedlichen Nutzungsbausteine zu einem zusammenhängenden Freiraumsystem. Ergänzt wird diese urbane Struktur durch grüne Akzente und ruhige Rückzugsräume.
Die Erschließung ist auf ein weitgehend autofreies Quartier ausgerichtet. Der Schiffbauerdamm ist für den motorisierten Verkehr nur eingeschränkt befahrbar und dient im Wesentlichen der Anbindung der
Bundestagsnutzung sowie Feuerwehr und Anlieferung. Die Uferpromenade bleibt als öffentlicher Bewegungsund Aufenthaltsraum erhalten. Die verlängerte Margarete-Steffin-Straße wird zu einer Stadtpromenade entlang der Viadukte zum Schiffbauerdamm. Die
Stadtbahnbögen werden hierbei als wichtiger Baustein des öffentlichen Lebens aktiviert.
Die Freiraumstruktur reagiert auf die hohen Sicherheitsanforderungen der Bundestagsnutzung. Zwischen LBO I und LBO II wird ein klar definierter Sicherheitsbereich mit Schleusen ausgebildet, der die Funktionsfähigkeit des Parlamentsbetriebs gewährleistet und vom öffentlichen Raum einsehbar als Teil des Raumensembles gestaltet ist.
Das Spreeufer bleibt in seiner bestehenden Struktur erhalten und wird gezielt weiterentwickelt. Böschung, Rampen und Stege bleiben bestehen und werden durch neue Aufenthaltsangebote ergänzt. Sitzstufen an den neuen Treppenanlagen sowie im erweiterten
Grünstreifen schaffen direkte Bezüge zum Wasser.
Durch die Erweiterung von Grünflächen und die Reduzierung versiegelter Bereiche wird die Aufenthaltsqualität gestärkt und der notwendige Beitrag zur Regenwasserrückhaltung und Mikroklima geleistet.
Im Inneren des Quartiers bildet ein großzügiger, begrünter Hof den ruhigen Gegenpol zu den öffentlichen Räumen. Hier entstehen wohnungsnahe Freiflächen mit Spielangeboten und gemeinschaftlich
nutzbaren Grünflächen.
Insgesamt entsteht ein Freiraumsystem, das den öffentlichen Raum strukturiert, die unterschiedlichen Nutzungen miteinander verknüpft und im Luisenblock grüne, offene und geschützte Räume anbietet.
Wettbewerbsinfos
auslober: land berlin vertreten durch
die senatsverwaltung für stadtentwicklung, bauen und wohnen, bundesministerium für wohnen, stadtentwicklung und bauwesen, bundesamt für bauwesen und raumordnung
wettbewerbsart: städtebaulicher realisierungswettbewerb
planungspartner: ortner & ortner baukunst gesellschaft von architekten mbh, berlin